CS:GO – ESL One Cologne 2017 Review

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Auch dieses Jahr fanden sich wieder 16 der besten Counter Strike: Global Offensive Teams und tausende Fans in Köln zusammen. In vielen hitzigen Gefechten konnten sich die Titelverteidiger SK Gaming erneut den Pokal sichern. Das brasilianische Powerhouse scheint momentan einfach nicht zu stoppen zu sein. Mit ihrem Sieg bei der ESL One Cologne 2017 ist das nun ihr vierter(!) Major Titel in vier Monaten. Hut ab für das Schroet Kommando.

Enttäuschung für deutsche Fans

Dieses Jahr waren mousesports Fans besonders gespannt auf deren Performance. Mit ihrem neusten Spieler Robin ‚ropz‘ Kool konnte das internationale Team in den letzten Monaten deutlich an Fahrtwind dazu gewinnen. Und der Anfang der Gruppenphase schien das zunächst zu bestätigen. Sie legten einen extrem starken Start hin und besiegten sowohl ESL One Cologne 2015 Champions fnatic als auch FaZe Clan, die mit unter als favoriten ins Turnier gegangen sind.

Mit einem souveränen 2-0 Start fehlte nun nur noch ein einziger Sieg, um es auf die große Bühne zu schaffen. Denn es wurde wieder im Schweizer System gespielt. Drei Siege katapultieren das Team in die Playoffs und drei Niederlagen wieder nach Hause. So konnten sie erst mal ganz entspannt an die nächsten Matches gehen. Doch weder NiP, Na’Vi oder Cloud9 haben ihnen diesen einen letzten Sieg gewährt. So hieß es wieder einmal das Aus für die deutsche Organisation und ein Heimspiel war ihnen wie letztes Jahr durch die Finger gerutscht.

American Gods

Auf deutschem Boden scheint amerikanisches Counter Strike wohl am besten zu funktionieren. Genau wie letztes Jahr standen sich im Finale ein Nord- und ein Südamerikanisches Team gegenüber. Und obwohl Team Liquid auch wieder dabei waren, konnten sich diesmal die Konkurrenten von Cloud9 ins Finale kämpfen. Immerhin konnten Team Liquid in der Gruppenphase mit einem 3-0 Ergenbis glänzen. Währenddessen konnten sich C9 nur gegen schwächere Teams (mit Ausnahme von mousesports) durchsetzen und es mit einem Endstand von 3-2 gerade noch so in die Playoffs schaffen.

Dort haben die fünf Männer aber gezeigt, wie stark sie mittlerweile geworden sind. Teilweise mit Leichtigkeit sind sie an Ninjas in Pyjamas und Natus Vincere vorbei gerauscht. Genau die Teams, gegen die sie in der Gruppenphase verloren hatten. Individuelle Höchstleistungen von allen Spielern waren zu beobachten.

Doch im Finale sah es düster aus. Die unfassbare Macht von SK Gaming war dann doch zu viel für sie. Aim-Bot ähnliche Frags, astreine Kommunikation und Informationsbeschaffung wie aus dem Lehrbuch. Und obwohl Cloud9 in den letzten beiden Maps mit einem 10-5 Vorsprung in die Halbzeiten gegangen sind, konnten SK immer wieder den Spieß umdrehen. So kam es dann zu einem doch recht raschen 3-0 Sieg für SK Gaming.

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