Die Unterschiede zwischen Light Novel, Manga und Anime

Anime & Manga Nerdkultur

Unter uns Nerdisten muss ich wohl keine Umfrage starten, wer schon mal im Verlauf einer Serie dem binge watching verfallen ist. Im Deutschen besser bekannt, als das Komaglotzen seiner Lieblingsserien. Daran ist absolut nichts auszusetzen und sollte mit einem satten High-Five begrüßt werden. Im Falle der Animewelt kann diese Euphorie lediglich durch eine fragwürdige Adaption getrübt werden. Willkommen zu den Unterschieden zwischen den Light Novel, Manga und Anime Adaptionen.

Der Vergleich zwischen Light Novel, Manga und Anime © Hakusensha

Eine Adaption umschließt immer eine Vorlage auf dessen die Handlung beruht. Gab es noch Zeiten wo OVAs (Original Video Animation) ihren Platz hatten, entstehen in der heutigen Animewelt die meisten Werke ausschließlich über die Umsetzung von den Ausgangsmaterialien.

Diese sind in Form von Web Novel, Light Novel und Manga vorzufinden. Zusätzlich gibt es neben den OVAs auch noch die MIVs (Manga Interactive Videos), welche vor allem über Youtube an Popularität gewinnen. Doch jetzt mal eins nach dem anderen, um die vielen Fragezeichen zu klären.

WN, LN, VN, Manga, Anime, OVA, MIV.. wer soll da noch durchblicken?

Damit meine Worte für Nicht-Otakus überhaupt irgendeinen Sinn ergeben, wird hier mal ein klassischer Definitionsabschnitt eingeschoben. Setzt eure Nerdbrillen auf. Wir drücken die 100 Kilo Schulbank.

Web Novel (WN): Die rohste Fassung eines japanischen Werks. Web Novels werden häufig frei über das Internet zur Verfügung gestellt und völlig unbearbeitet dem Leser vorgestellt. Das Level der Typografie schwankt stark und kann mit einer Businessidee verglichen werden, die in einer Bar entsteht und vorerst auf einer Serviette verewigt wird.

Light Novel (LN): Sie sind in gewisser Weise die nächste Evolutionsstufe der Web Novels. Sobald ein Werk im Netz genug Aufmerksamkeit für sich generiert hat, ist es nur (kapitalistisch) natürlich, dass ein Publisher auf den Autor zugeht und die Herausgeberrechte will.

Dies ist beileibe nichts Schlechtes, denn der Publisher hat genug finanzielle Mittel und Einfluss, um jegliche Ecken und Kanten des Rohdiamanten feinzuschleifen. Dies wirkt sich auf die Präsentation des Urmaterials aus. So wird es editiert, mit Artworks versehen und logische Bausteine noch hinzugefügt, bevor es sich Light Novel nennen darf.

Overlord (ein Isekai Anime aus dem Jahr 2015) erhielt bei der Umsetzung vom WN zum LN den Charakter Albedo noch dazu. Kenner der Light Novel, Manga und Anime Reihe werden wissen, dass sie die rechte Hand des Hauptprotagonisten und somit immens wichtig für die Handlung ist.

Visual Novel (VN): Sind eine Form von Adventuregames. Visual Novels sind sehr auf die Story zentriert und Entscheidungen wirken sich mit teils ernsthaften Konsequenzen auf den weiteren Verlauf der Handlung aus. Die Präsentation von VN fällt auf den ersten Blick spartanisch aus. Uns wird stets der Ort als Hintergrund, die sprechende Person als interaktives Bild und die zur Handlung zugehörigen Textboxen präsentiert.

Im Grunde genommen kann man sich die Erfahrung eines Visual Novel als ein interaktives Buch vorstellen. Um die Handlung zu verstehen, muss man die Textboxen lesen. Durch die Präsentation der zugehörigen Charaktere, ihr Ausdruck und die Hintergründe wird jedoch eine viel größere Immersion gewährleistet. Dazu kommen noch die exzellente Vertonungen und stimmige Hintergrundmusik in die Gleichung.

Manga: Eines der gängigsten japanischen Medien, welches die Darstellung der Handlung in Form eines Comichefts wiedergibt. Die Bänder werden in Serie von den Publishern veröffentlicht und enthalten um die 10 Kapitel pro Band. Durch die Zeichnungen werden uns Charaktere, Umgebungen und Handlungsverläufe visuell nähergebracht. Je nach Talent und Verständnis eines Seitenaufbaus, können Mangaka (Manga-Autoren) eine ungeahnte Dynamik in ihre Bildabschnitte einbringen.

Anime/OVA: Das Wort Anime ist die Abkürzung von animēshon und bezeichnet die japanischen Zeichentrickfilme. Somit sind Anime das Pendant zu den Mangas. Diese entstehen häufig durch Light Novel und Manga Adaptionen. Eine Folge umfasst 3-4 Kapitel eines Mangas und Animestaffeln beinhalten entweder 13 oder 24 Folgen. Wobei 13 Folgen als eine Cour bezeichnet werden.

Wie weiter oben bereits erwähnt, steht OVA für Original Video Animation und kategorisiert alle Anime, die direkt als Blu-Ray und DVD (damals VHS) veröffentlicht werden. OVAs bilden häufig eine Zwischenfolge, Recap, oder ein Kanon. Während Zwischen- und Recapfolgen oftmals als Fanservice angeboten werden, sind Kanon-OVAs sicherlich am interessantesten. Diese bieten andere Erzählperspektiven von der bereits bekannten Handlung, so dass man ein umfassenderes Bild von der Geschichte erhält.

Manga Interactive Video: Auf diese Form von visueller Darstellung bin ich erst vor kurzem auf Youtube gestoßen. Hier wird der Kompromissgedanke zwischen Anime und Manga geschaffen, indem die Mangaseiten eingescannt, chronologisch nach dem Vorbild eines Visual Novels gezeigt und mit Effekten und Musik unterstützt werden.

Dieses Konzept funktioniert erstaunlich gut, da vor allem gezeichnete Actionszene eine völlig neue Dynamik erhalten, welche ansonsten nur bei Anime zur Geltung kommen.

Puh, das ist ja einiges zu verdauen.

Dies war mein Rundumschlag von den Adaptionsmöglichkeiten, die es geben kann. Die Reihenfolge kann recht divers ausfallen und hängt natürlich von der Resonanz ab, welche die Community für ein Werk entfesselt. Ein Beispiel ist Steins;Gate, welches auf ein Visual Novel basiert, als Anime adaptiert und schließlich mit zahlreichen Mangaversionen vervollständigt wurde.

In diesem Beitrag möchte ich die Unterschiede zwischen Anime, Manga und Light Novel beleuchten. Braucht man alle Medien, um ein vollständiges Verständnis für eine Geschichte zu erhalten?

Ich möchte doch einfach nur konsumieren. Was also tun?

Eine durchaus berechtigte Frage. Der Mensch in unserer heutigen Gesellschaft verfällt in das enigmatische Gefälle der eigenen Sinnsuche, anstatt sich mit den wirklich relevanten Themen auseinanderzusetzen. Beispielsweise Themen darüber, dass Rem von Re:Zero ohne Zweifel der Titel Best Girl zusteht.

Wie soll er also die Zeit noch dazu aufbringen sich mit verschiedenen Medien des gleichen Werks auseinanderzusetzen? Hinweis: im weiteren Verlauf kommen Bildausschnitte aus Berserk und One Piece, welche manche als kleine Spoiler erachten. Hier also die provisorische Spoilerwarnung!

Der Anime reicht doch völlig

Anime sind der zugänglichste Import aus dem Land der aufgehenden Sonne. Ist das Source Material nicht bekannt, so ist der Animetitel immer eine gute erste Anlaufstelle. Durch den Technologiefortschritt und der Finesse der Japaner werden Anime von Jahr zu Jahr optisch opulenter. In Kombination mit den oftmals eigen komponierten Musikstücken und den exzellenten Vertonungen werden einem Emotionen und Atmosphäre ideal präsentiert.

Da die Kosten der Produktion eines Animetitel immens und die kreativen Arbeitsplätze der Animeindustrie chronisch unterbezahlt sind, kann es zu Qualitätsschwankungen während einer Staffel, fragwürdige Darstellungsmethoden und unstimmiges Pacing kommen.

Um dies zu Umgehen kann eine kleine Recherchearbeit nach dem Source Material durchaus Sinn ergeben. Denn was man als Gelegenheitsotaku nicht weiß: Animestaffeln dienen häufig lediglich dazu, die Verkaufszahlen des dazugehörigen Manga und Light Novel zu steigern. Sie werden also als Werbemittel für das Source Material genutzt, das vom Handlungsverlauf bereits weiter fortgeschritten ist.

Also ist der Manga the King of the hill?

Die seit einigen Jahren praktizierte Methode ist durchaus vom Erfolg gekrönt. So sind die Verkaufszahlen von dem Manga Made in Abyss in die Höhe geschossen, da die Animeadaption aus dem diesjährigen Sommer so eingeschlagen ist. Ein kleiner Hinweis von mir. Falls ihr momentan auf der Suche nach einem neuen Anime seid, kann ich euch Made in Abyss nur wärmsten ans Herz legen!

Abgesehen von dem Drang die Story eines Titels weiter zu erfahren, haben Manga einen ganz eigenen Stellenwert. Da Manga und Light Novels den Ursprung einer Anime Adaption darstellen, liegt das kreative Urheberrecht beim Autor dieser Medien. Das ist auch gut so, denn erst durch die kreative Freiheit ist es diesen unfassbar talentierten Artisten möglich so viel Kunst in ein Medium einfließen zu lassen.

In diesem Zusammenhang fallen mir sofort Eiichirō Oda und Kentarō Miura ein. Die Künstler hinter den Werken One Piece und Berserk, welche zu den einflussreichsten Manga aller Zeiten gehören.

Die hohe Zeichenkunst der Manga Artisten © Hakusensha

Durch die Adaptionen entstehen zweifellos eine größere Vielfalt und dementsprechend eine höhere Chance der Zugänglichkeit. Doch bei der Umsetzung läuft das Werk in Gefahr seinen einzigartigen Zauber zu verlieren, welche nur der Autor anhand des Manga zu erzeugen vermag.

Betrachtet die folgende Seite einfach nur, um Odas Verständnis für einen wirkungsvollen Panelaufbau zu erfahren. Er widmet Schlüsselszenen oftmals einer ganzen Seite oder dem dominierenden Bildausschnitt, worum sich anschließend die übrigen Panels drehen.

Eine wirkungsvolle Panelanordnung © Shūeisha

Zugegeben Oda ist einzigartig, selbst in der so hochtalentierten Mangaindustrie. Doch lohnt es sich auf die Art der Panelerstellung zu schauen, um ein Gefühl der Möglichkeiten zu erhalten. Die Vermutung liegt nahe, dass gezeichnet Bilder eine gewisse Starre inne haben. Odas Stil beweist uns, dass Dynamik mithilfe von simplen Striche und dem natürlichen Leseverlauf von rechts nach links, möglich ist.

Erzeugte Dynamik in einem statischen Bild © Shūeisha

Kentarō Miura gefällt mir als Referenz, da seine Kunst in Berserk die perfekte Symbiose zwischen der Vermittlung von Gefühlen und brutaler Schönheit widerspiegelt. Schaut euch nur dieses Bild an und lasst euch von seiner Stimmung aufsaugen.

Manchmal schafft es ein Bild unzählige Geschichten zu erzählen © Hakusensha

Diese Art von Kunst ist nur zu erzeugen, wenn man ganz genau weiß welchen Weg eine Geschichte einschlagen soll, ein tiefes Verständnis für Charakterentwicklung aufweist und sein Handwerk über Jahre perfektioniert.

Der Manga als kohärenteres Gesamtwerk

Basiert die originale Geschichte auf dem Manga, so ist es ohne Zweifel ratsam diese dort zu erfahren. Allen voran das beliebte Shōnen Genre mit seinen Flaggschiffen One Piece, Dragon Ball, Naruto, etc. Kenner dieser Werke werden die Begriffe Füllerfolgen und Pacingprobleme schmerzlich bekannt sein.

Das Problem mit diesen kommerziell erfolgreichen Titeln ist der Profit- und Rentabilitätsgedanke. Das Verlangen diese großartigen Geschichten an ein breites Publikum zu vermarkten ist kein schlechtes Vorhaben, doch im Verlaufe dieses Prozesses die Qualität der angepriesenen Werke aufs Spiel zu setzen, ist schlicht und ergreifend der falsche Weg.

© Manglobe

Mein größtes Problem mit den Anime Adaptionen zu den obigen Werken ist der Verständnisverlust für Zeit, Raum und narrativer Fokus. Über die aktuellen Anime Adaptionen zu Berserk wurde schon allerlei geschrieben. Mal abgesehen von dem fragwürdigen Einsatz der CGI Technik, möchte ich auf das unverständliche Pacing eingehen.

Anders als der Anime nimmt sich der Manga genügend Zeit, um die Streckenabschnitt zwischen den zu bereisenden Orten richtig darzustellen. Diese werden dazu sinnvoll genutzt, um anhand von Dialogen und zwischenmenschlichen Interaktionen die Beziehungen der Charaktere voran zu treiben. Der Anime hingegen springt von Ort zu Ort, sodass weder Distanz noch Zeit richtig eingeordnet werden können.

So geht das Verständnis für das World-Building völlig flöten und das unweigerliche Gefühl entsteht, von einer Szene in die nächste geschubst zu werden. Wie wichtig dieser Aspekt ist, sieht man an der unangefochtenen Nummer eins des Mangauniversums: One Piece.

Um die erreichten Dimensionen von One Piece zu erfassen, zeige ich euch hier eine Statistik der meistverkauften Comics aller Zeiten.

All time Verkaufszahlen der Comics – Quelle: Insider Monkey, ANN, News.com.au

Mit 430 Mio. verkauften Kopien überschattet One Piece sämtliche andere Manga. Nimmt man die vergangene Zeit mit in Relation, so rüttelt es sogar an dem Thron der DC Comics. Dies hat es Odas Verständnis von eingängigen Charakteren und des unfassbaren Gefühls des World-Buildings zu verdanken.

Die One Piece Reiseroute – Quelle: Reddit.com

Im Manga hat man immer das Gefühl der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Charaktere und deren Welt. Anhand des Redditforums zu One Piece kann man die Reiseroute der Strohhüte nachverfolgen, um ein Gefühl der Errungenschaften unserer Protagonisten zu erfahren. Mal im Ernst, wenn ihr ein Fan von dem Anime seid, dann lest unbedingt den Manga. Andernfalls verpasst ihr wohl einer der großartigsten Werke aller Zeiten.

Neben diesen beiden Werken gibt es noch unzählige weitere, wo es eine große Diskrepanz zwischen der Adaption und dem Originaltitel gibt. Doch repräsentieren diese beiden recht gut, was während eines solchen Prozesses abhanden gehen kann.

Was also ist das Light Novel?

Kommen wir schließlich zu den Light Novels, welche als Short Books definiert und in Japan hauptsächlich an junge Erwachsene gerichtet sind. Es sind also Novellen mit vereinzelten Illustrationen darin enthalten. Ähnlich wie westliche Novellen haben auch Light Novels gewisse unverkennbare Merkmale.

Die Erzählperspektive eines Light Novel ist stets von der Ich-Perspektive. In dieser erzählt unser Protagonist die Geschehnisse aus seiner Sicht und nach seinen Wertvorstellungen. Die Erzählweise wird mit unzähligen Adjektiven und Adverbien geschmückt, so dass eine sehr bildhafte Beschreibung der Welt entsteht.

Auszug aus dem LN „Is It Wrong to Try to Pick Up Girls in a Dungeon“ © Yen Press

Anders als Autoren von Romanen ist der Fokus sehr auf die erzählende Person gerichtet, so dass man als Leser nicht den übliche Raum für eigene Interpretationen der Szenen erhält. Stattdessen wissen wir als Leser stets, was unser Protagonist denkt und vorhat.

Hierin liegt wohl die größte Diskrepanz und Schwierigkeit einer guten Animeadaption eines Light Novels. Da die Entschlossenheit und Entscheidungsfindung häufig durch Monologe stattfinden, muss der Anime diese Aspekte anders beleuchten. Bei Anime ist es häufig der Fall, dass ein Charakter erst durch Handlungen seine Motive offenbart.

Charaktere verlieren dadurch bei der Animeadaption an Tiefe, nur um plötzlich völlig untypische Handlungen auszuführen. Die geläufigsten Beschwerden sind wohl, dass Figuren aus Light Novels oftmals viel zu cool, inkonsequent und unnahbar daher kommen.

Ein Vorwurf, dem sich Aiz aus Danmachi stellen muss © J.C.Staff

Nichtsdestotrotz erfährt man anhand des Light Novels die umfassendste Darstellung der Welt und Charaktere einer Geschichte. Teilweise ist der eigentliche Cast nur bei den Light Novels vollständig, da der Umfang für seine Adaptionen zu groß ausfällt. Durch die eingängigen Monologe und Gedankengänge entwickelt man zudem eine starke Beziehung zu den Figuren und kann ihre nächsten Handlungsschritte nachvollziehen.

Dazu hat das Light Novel den großen Vorteil, dass es sich Zeit lassen kann. Alltagssituation unserer Pro- und Antagonisten sind voll beleuchtet und der oben beschrieben Raum/Zeit Aspekt besser eingeordnet. Dies hilft dabei Schauplätze und Charaktere vollständiger zu durchdringen.

Light Novel, Manga und Anime.. Was ist also das Premium-Medium?

Als Kenner von allen dreien lautet meine Antwort: absolute Geschmackssache.

Light Novel und Manga haben den Vorteil, dass sie das Original sind und dementsprechend die richtige Erzählweise, optimale Vermittlung von Raum/Zeit und dazu die wundervollen Eigenheiten der Autoren enthalten. Ich muss hier wieder unweigerlich an One Piece denken, und wie viele kleine Eastereggs Oda in seinen Illustrationen versteckt hat.

Dadurch erfolgt ein ganz eigenständiges Erlebnis dieser Werke. Im starken Kontrast dazu kann die Animeadaption stehen, welche stets auf hohe Budgetkosten und einen zu großen Zeitaufwand achten muss.

Doch abgesehen davon bieten gute Animeadaptionen das wohl beste all-in-one Immersionspaket für unsere Wahrnehmungssinne. Wenn ich mir als Vergleich Made in Abyss heranziehe, kann ich immer nur wieder staunen, welch eine großartiges Eintauchen der Anime uns bietet. Dies hat zum Großteil mit dem perfekten Zusammenspiel zwischen bildgewaltiger Szenerie, authentischer Animation und die dazu stimmungsvolle Musik zu tun.

Ein Zusammenspiel zwischen visueller Gewalt und opulenter Akustik schafft nur der Anime © Kinema Citrus

Um ein vollständiges Erlebnis des Gesamtkunstwerks zu erhalten, schlage ich daher eine Kombination aus allen drei Medien vor. Bereits gelesene Szenen in visueller Natur mit einer atemberaubenden musikalischen Untermalung zu erleben, ist wirklich eine fantastische Erfahrung. Schon bald kann das mit Violet Evergarden bestaunt werden, welches ebenfalls auf einem Light Novel basiert.

Andersherum kommt man als binge watcher vermutlich eh nicht drum herum das Originalwerk nach dem Anime in die Hand zu nehmen, da nur dieses auf dem aktuellen Stand ist. Da der Anime oftmals lediglich als Marketinginstrument genutzt wird, kann es Jahre dauern, bis eine weitere Staffel das Licht der Welt erblickt. Weiterhin ist es manchmal die einzige Möglichkeit den wirklichen Abschluss einer Geschichte zu erfahren.

Blickt man auf Beispiele wie Claymore, Akame Ga Kill, Akira uvm., so ist das Ende des Anime völlig konträr oder unvollständig im Vergleich zu seinem Original. Begründet liegt das darin, dass in der Produktionsphase der Anime den Manga/LN eingeholt hat und auf ein improvisiertes Ende zurückgreifen musste.

Light Novel, Manga und Anime, was seht ihr als euren Favoriten an? Gibt es gewisse Aspekte, die ihr besonders schätzt im Vergleich zu den anderen Adaptionen? Ich würde mich über eure Meinungen dazu freuen. Lasst uns doch einen Kommentar darüber zurück!

Khoa hat sich schon seit jeher der Anime und Mangawelt hingegeben. Da sich die Beziehung zwischen Japanern und ihren virtuellen Partnern durch den Technologiefortschritt zu intensivieren scheint, hat er es sich zur Aufgabe gemacht nach der perfekten Waifu zu suchen.