Dishonored: Death of the Outsider Review – Töte einen Gott

PC PlayStation Review Xbox

Billie Lurk hat alle Hände voll zu tun – nicht nur, dass sie ihren ehemaligen Mentor Daud aus den Fängen einer Sekte voller Fanatiker befreien muss, auch die Pläne des mittlerweile alten Mannes stellen die Assassine auf eine harte Probe…

Release 15.09.2017
Genre Stealth-Action-Adventure
Plattformen PC, Xbox One, PS4
Entwickler Arkane Studios
Publisher Bethesda

In Dishonored: Death of the Outsider schlüpft man in die Rolle von Dauds ehemaligem Schützling Billie Lurk, welche wir bereits in den vorherigen Teilen des Stealth-Action-Adventure Videospiels kennenlernen durften. Von Arkane Studios produziert und am 15. September 2017 von Bethesda veröffentlicht, kann man das Spiel für den PC, Xbox One und Playstation 4 erwerben. Da ich lieber am PC spiele, habe ich mich dafür entschieden.

Awesome stealthy oder fancy Attacken

So wie auch in Dishonored: Die Maske des Zorns und auch Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske, kann man sich hier dafür entscheiden, das Spiel mit niedrigem oder hohem Chaosfaktor zu beenden, wobei sich auch nicht nur das Umfeld dementsprechend verändert, sondern auch das Ende davon beeinflusst wird – je mehr Leute ihr tötet und je öfter ihr dabei gesehen werdet, umso höher wird euer Chaosfaktor steigen, wodurch Dialoge und auch das Ende düsterer werden.

Der Outsider im Nichts © Bethesda

Der Outsider im Nichts © Bethesda

Barmherzig zu bleiben ist allerdings nicht ganz so einfach, denn als Billie Lurk kann man neben der eigentlichen Mission auch noch einige Aufträge erledigen, welche von der Rettung eines Friseurs, über die Entführung eines Barmanns, aber auch bis hin zu der Ermordung einer Fanatikerin und ihres Geschäftspartners reichen.

Geschenke des Outsiders

Wie auch in Das Vermächtnis der Maske ist Billie Lurk in der Lage, Knochenartefakte zu nutzen, sie zu zerlegen oder zu verbessern, wobei man die Knochenschmiede erst in der Mitte des Spiels freischalten kann. Und die sollte man auf jeden Fall sammeln, denn sie verleihen Billie zusätzliche Fähigkeiten, welche äußerst nützlich sind. Dabei sollte man jedoch auch auf die verderbten Knochenartefakte achten, welche rot wabern und ein anderes Geräusch verursachen. Sie verbessern Billies Fähigkeiten meist sehr, aber gleichzeitig haben sie einen großen Nachteil.

Der Outsider stattete Billie einen Besuch ab © Bethesda

Der Outsider stattete Billie einen Besuch ab © Bethesda

Auch wenn man den Outsider im zweiten Teil vor den Kopf stoßen konnte, indem man sein Zeichen und somit die Kräfte ablehnt, lässt er der Assassine in Death of the Outsider einfach keine Wahl – gegen ihren Willen verändert er ihren rechten Arm und ihr rechtes Auge und drängt ihr so seine Fähigkeiten auf. Daraufhin kann man als geistähnliches Wesen nach Knochenartefakten Ausschau halten, Gegner täuschen indem man anderen das Gesicht stiehlt, Teleport benutzen und sogar mit Ratten sprechen.

Täuscht Gegner, indem ihr das Gesicht deren Verbündeten stehlt! © Bethesda

Täuscht Gegner, indem ihr das Gesicht deren Verbündeten stehlt! © Bethesda

Revenge solves everything

Die Geschichte führt dieses Mal weder Corvo noch Emily, die Protagonisten der beiden vorigen Teile, sondern Billie in weitere Teile der Stadt Karnaca, in welcher auch die Geschichte des vorigen Teils stattgefunden hatte. Die Stadt wird teilweise von der Grand Serkonan Guard – der Stadtwache – und andererseits auch von den Augenlosen kontrolliert.

See you in the void suckers

Zweiteres ist eine dubiose Gruppe von Fanatikern, welche mit allen Mitteln versucht das Nichts zu betreten, dem Outsider zu begegnen und von der schwarzen Magie zu kosten. Neben dem Seuchengeist, einem selbst gebrauten Getränk der Augenlosen, dessen Flasche immer eine Ratte beinhält, injizieren sich die Mitglieder direkt das Blut von Sterbenden, da sie glauben so das Nichts betreten zu können. Auch einige Hexen von Delilahs ehemaligen Zirkel, welche mit ihrer Gruppe in Das Vermächtnis der Maske das Kaiserreich erobern wollte, sind den Augenlosen beigetreten, nachdem sie ihre Fähigkeiten verloren hatten und nun nach einem Weg suchen, sie wiederzuerlangen.

Augenlose bei einer Sanguininfusion © Bethesda

Augenlose bei einer Sanguininfusion © Bethesda

Genau in solch ein Nest muss man gleich zu Beginn des Spiels einsteigen, einem alten Badehaus, in dem die Augenlosen Ringkämpfe veranstalten und wo auch Daud vermutet wird. Doch es kommt anders, als gedacht: der ehemalige Anführer der Whaler wird von den Fanatikern festgehalten und zum Kämpfen gezwungen.

Natürlich fackelt Billie nicht lange und befreit den alten Assassinen, wobei er sogleich mit seinem wichtigen Anliegen rausrückt: er braucht Billies Hilfe – sie soll den Outsider töten.

Billie befreit Daud aus den Fängen der Augenlosen © Bethesda

Billie befreit Daud aus den Fängen der Augenlosen © Bethesda

Anfangs doch recht perplex, lässt sie sich schließlich überreden und bringt Daud an Bord der Dreadful Wale, wo die beiden einen Plan schmieden, um die wohl mächtigste Person dieser Welt auszuschalten.

Fazit

Das schön ausgearbeitete HUD und UI, sind in Dishonored: Death of the Outsider gleich geblieben, ebenso kann man sich auch wieder wunderbar in Karnaca verlieren – die Grafik und der Sound dazu lassen einen sofort in diese Stadt eintauchen. Das Spiel bleibt seinem markanten Stil definitiv treu.

Karnaca bei Sonnenuntergang © Bethesda

Karnaca bei Sonnenuntergang © Bethesda

Die Story ist sehr interessant gestaltet, da die Augenlosen, welche neu dazugekommen sind, auch wieder frischen Wind hineinbringen. Abgesehen davon ist der Outsider ziemlich präsent, da Billie durch ihr Auge Risse in der Welt zum Nichts erkennen kann, zu welchen er immer ein wenig erzählt. Die Entwicklung von Daud und auch Billie, ebenso die Geheimnisse rund um den Ousider haben uns nicht mehr aus dem fesselnden Griff gelassen.

Death of the Outsider ist ein spannendes, vielfältiges Spiel, auch wenn es doch recht ungewohnt ist, einmal weder Corvo noch Emily dabei zu haben. Nichts desto trotz hat es auf jeden Fall Wiederspielwert und ist für jeden, der die Dishonored-Vorgänger so verschlungen hat wie ich, ein absolutes Muss.

Jack wurde schon als kleines Kind von den Viren Zeichnen und Videospiele angesteckt. Nebenbei schreibt sie auch gern Storys oder fotografiert - alles, was eben Kreativität erfordert. Das Entstehen eines Charakters, egal ob in Videospielen oder Filmen, hat sie immer schon begeistert und sie liebt es, sich in deren Geschichten zu verlieren. Vor allem die Welten von Dishonored, Thief und Assassin's Creed halten sie bis heute fest und begeistern sie bis über alle Maßen. Zu ihren größte Schwachstellen zählt aber auch die Flauschigkeit der süßen Waschbären.