Nuub-Cosplay #01: Alle Anfänge sind schwer – oder auch nicht.

Cosplay Let's Craft! Stories

Bislang genossen wir die Cosplays verschiedener Charaktere aus Bücher, Filmen, Comics und Spielen nur als Zuschauer. Nie hätten wir daran gedacht, irgendwann mal eines der Kostüme selbst zu basteln. Plötzlich befinden wir uns aber doch mittendrin. Unsere Erfahrungen dabei wollen wir hier mit euch teilen.

„Wir“ sind übrigens Jess & Jack.
Unsere gemeinsamen Abenteuer begannen vor 3 Jahren, als wir uns im Studium kennenlernten. Seitdem gibt es kein Halten mehr bezüglich der Themen Games, unsere Lieblingscharaktere und natürlich Cosplays, was für unser Umfeld manchmal etwas anstrengend werden kann.

Am Anfang war es bloß Spaß

Die Idee dazu kam uns eigentlich spontan, als wir eines Abends mit zwei Freunden beisammen gesessen haben, um über die Reise nach Köln, zur Gamescom, zu sprechen. Das Thema schwenkte von Unterkunft und Leihauto recht rasch zu Cosplayern im Generellen um, die auf der Veranstaltung zahlreich anzutreffen sein werden. Irgendwann kam dann von einem von uns die bescheuerte Aussage: „Es wäre doch irgendwie lustig, selbst ein Cosplay zu machen.“

Zunächst lachten wir noch darüber, ehe wir uns schweigend anstarrten – zwei Deppen, ein Gedanke: Let’s get started!

Sattelt die Hühner – wir reiten nach Karnaca!

Wir brauchten nicht sonderlich lange, um genau zu wissen, welche Charaktere wir verkörpern wollen. Das Thema Dishonored 2 war hochaktuell und kam uns, als absoluten Freaks in dem Gebiet, als erstes in den Sinn. Wir diskutierten zwar noch eine Weile darüber, aber die Idee hielt uns gefangen: The Cutlery of the Empire. So entschieden wir uns für die Figuren Daud (Jess), Delilah Copperspoon (Jack) und Thomas. Für letzteres muss Jacks Freund den Kopf hinhalten – freiwillig, versteht sich.

Wunschdenken und reale Vorstellungen

Die große Frage war nur: Wollen wir das Cosplay selbst machen, es von jemandem machen lassen, oder es doch einfach kaufen? Dabei sollte vielleicht erwähnt werden: Niemand von uns kann nähen, geschweige denn ist jemand von uns je mit einer Nähmaschine in Berührung gekommen. Dennoch stellen wir uns der Aufgabe und wollen unsere Cosplays alleine anfertigen, so gut wir nur können.

Inspiration holen wir uns von Cosplayern, dessen Arbeiten uns gefallen. Jedoch dürfen wir dabei nicht vergessen, dass diese in vielen Dingen schon Übung und Erfahrung haben, sonst endet diese Suche rasch demotivierend. Allerdings sind Referenzen unbedingt notwendig, vor allem, wenn man noch nicht weiß, was so alles auf einen zukommt. Wir hatten schon ein paar Dinge grob notiert, bis wir immer wieder erkannt haben: „Nein, so ist das einfach nicht möglich.“ oder „Da gehört noch viel mehr dazu.“.

Die Liste wurde immer länger, und aus anfänglichen Überlegungen und groben Notizen ist eine genaue Liste mit allerhand Zeug geworden. Angefangen bei den richtigen Stoffen und weiteren Materialien, die wir für gewisse Accessoires und anderes Equipment verwenden können, bis hin zu den Dingen, die wir dann aufgrund von Mangel an Zeit und Übung doch kaufen müssen und nur abändern werden.

Motivation – ein großer Faktor

Abgesehen von der Hoffnung, dass es ein tolles Cosplay wird – auch, wenn es das erste ist – ist vor allem der Spaß an der ganzen Sache ausschlaggebend. Planen, Listen schreiben und Materialiensuche im Internet mögen zwar schnell recht eintönig werden – aber der Gedanke daran, endlich anfangen zu können, macht das Ganze nur halb so schlimm.

Wie es uns dabei gegangen ist, als wir dann endlich mit der Arbeit begonnen hatten, und ob wir immer noch so top-motiviert sind, schildern wir euch im nächsten Beitrag von Nuub-Cosplay!

Jack wurde schon als kleines Kind von den Viren Zeichnen und Videospiele angesteckt. Nebenbei schreibt sie auch gern Storys oder fotografiert - alles, was eben Kreativität erfordert. Das Entstehen eines Charakters, egal ob in Videospielen oder Filmen, hat sie immer schon begeistert und sie liebt es, sich in deren Geschichten zu verlieren. Vor allem die Welten von Dishonored, Thief und Assassin's Creed halten sie bis heute fest und begeistern sie bis über alle Maßen. Zu ihren größte Schwachstellen zählt aber auch die Flauschigkeit der süßen Waschbären.