The Long Dark Review: Survival? Wenn dann richtig

Indie Review

Während der Story-Mode von The Long Dark auf sich warten lässt, haben wir uns tapfer durch die Sandbox gekämpft und kamen zu folgenden Fazit: es ist schön, gut gemacht und bitterböse.

Als kleiner Disclaimer: The Long Dark befindet sich noch in der Alpha, enthält aktuell ausschließlich den Sandbox-Mode und wird regelmäßig aktualisiert. Daher könnte sich das Spiel etwas verändert haben seit diesen kleinen Bericht.

Am 22.September 2014 ermöglichte Hinterland Studios den Early Access zu The Long Dark und brachte damit ein Survival-Game auf den Markt, das seinesgleichen sucht. Erhältlich ist es aktuell für PC und XBox One. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen aus diesen Genre gibt es in The Long Dark keine anderen Gegner außer der Natur selbst. Kälte, Wildtiere und Nahrungsmangel sind nur einige der Schwierigkeiten und während man verzweifelt Schmerzmittel sucht, findet man sich in sagenhaft schönen Gegenden wieder. Die Grafik ist etwas eigen, aber es dauert nicht lange bis man regelrecht in diesem Spiel versinkt.

© Screenshot

Wunderschön und eiskalt © Screenshot

Überlebenskampf auf fünf Maps

The Long Dark bietet drei Schwierigkeiten und aktuell fünf Maps. Grundsätzlich erklärt einen das Spiel absolut nichts, weswegen ich empfehlen würde anfangs den einfachsten Mode zu wählen um mit den Spiel etwas warm zu werden. Anfangs kann es leicht frustrierend sein, aber nach und nach lernt man selbst einiges dazu und das Überleben fällt leichter, außer man ist so wie ich und verläuft sich beim „nur mal schnell Holz holen“. Da kann einem ein plötzlicher Schneesturm wirklich ungelegen kommen und der Permadeath ist nicht mehr zu verhindern.

© Screenshot

Verletzungen können zum Glück auch behandelt werden © Screenshot

Während des gesamten Spiels ist das oberste Ziel seine Werte möglichst stabil zu halten. Dazu gehören Hunger, Durst, Schlaf und Wärme. Wer übrigens mehr läuft, verbrennt auch mehr Kalorien und wird schneller müde. Das ganze mag recht simpel klingen, aber wenn man einfach irgendwo im Nirgendwo ist, sieht die Geschichte schon anders aus. Dazu kommen übrigens auch Verletzungen, die mit Schmerzmittel, Antibiotika, Bandagen etc. behandelt werden müssen. Gut, sie verheilen vergleichsweise flott, aber eine Lebensmittelvergiftung kann einen recht schnell dahinraffen. Zusätzlich sind auch die Wildtiere eine Gefahr und ein Kampf mit einem Bären endet schnell böse.

© Screenshot

Autsch, das muss weh tun © Screenshot

Zuflucht finden und Überleben sichern

Mit etwas Glück findet man auch relativ früh ein sicheres Haus, indem man einige Tage verbringen kann und eine Werkbank vorfindet. Dann steht dem fröhlichen Craften nichts mehr im Wege und man hat nach einiger Zeit schon Fallen aufgestellt und somit eine gute Nahrungsquelle. Für die Notfallapotheke kann man Pilze, Kräuter oder Beeren sammeln um daraus Medizin herzustellen.Da nichts ewig hält muss man auch regelmäßig Dinge reparieren oder sich schnell aus Hirschfell eine neue Hose nähen. Für mich persönlich könnte man hier noch einiges hinzufügen, aber da das Spiel erst in der Alpha ist, hoffe ich, dass es bald mehr zu Craften gibt und die Fundorte der Dinge etwas verbessert werden. Bei meinen dritten Spielversuch suchte ich zehn geschlagene Tage nach einer Axt, dafür fand ich dann innerhalb eines schließlich drei.

© Screenshot

Übersichtlich gestaltetes Inventar © Screenshot

Die eigentliche Story lässt leider auf sich warten, sollte aber laut den Hinterland Studios noch dieses Jahr zur Verfügung stehen. Wann das Spiel raus aus der Alpha kommt, steht noch in den Sternen, aber bis dahin dürfen wir uns auf ständige Verbesserungen freuen.

Also, was spricht für The Long Dark?

  • ständige Weiterentwicklung und ein sehr um Kommunikation bemühtes Studio
  • stimmige Umgebung mit einzigartiger Grafik
  • 3 Schwierigkeiten, die für jeden etwas bieten
  • weitläufige Maps
  • bisher keine Bugs gefunden
  • das gesamte Spielerlebnis wirkt stimmig

Und was spricht vorerst dagegen?

  • (noch) zu wenig zum Craften
  • Balancing bei Fundorten von Gegenständen
  • kein Speicherbutton
© Screenshot

Manchmal lassen sich nächtliche Wanderungen nicht vermeiden © Screenshot

Fazit

The Long Dark hat sehr viel Potenzial und ich würde es jedem, der auch nur irgendwie etwas mit Survival-Games anfangen kann, empfehlen. Ich denke auch, dass die Steam-Reviews hierbei für sich sprechen (95% positiv). Man darf also gespannt sein, was der Storymodus noch bringt und ich denke, dass die 20 Euro bei diesem Spiel eine gute Investition sind.

 

Julia ist gerade in ihrer Ausbildung zur Haargärtnerin und großer Indie-Fan, wenn es um Games geht. Neben einigen alten Spielekonsolen teilt sie sich ihre Wohnung außerdem mit sechs beinlosen Mitbewohner und einem Zweibeiner namens Kuro.

1 Comment

Comments are now closed for this post.