WipEout Omega Collection Review: Super Fast Racing

PlayStation Review
Release 07.06.2017
Genre Racing
Plattformen PlayStation 4 (Pro)
Entwickler Sony XDev, Clever Beans, EPOS Game Studios
Publisher Sony Interactive Entertainment

WipEout gibt es schon seit 1995, damals noch für PlayStation und PC erschienen. Mittlerweile ist das futuristische Rennspiel exklusiv auf Sony-Konsolen zu finden. Die Spielprinzipien sind keine Unbekannten: In Gleitern rast ihr um die Wette und nutzt dabei Speed-Boosts und aufgelesene Items (wie Raketen und Schilde), um die Konkurrenz Staub fressen zu lassen.

Mit der Omega Collection werden die Teile HDFury und 2048 noch einmal wiederveröffentlicht. Dabei wurde versprochen, gerade in Hinblick auf die PlayStation 4 Pro, die Grafik noch einmal weiter aufzubügeln. Ob der Titel sich für Neueinsteiger lohnt, und was Fans der Serie zu erwarten haben, untersuchten wir auf der PlayStation 4.

Die Modi

Eins vorweg: Das Spiel erlaubt Splitscreen für 2 Spieler. Da immer mehr Spiele heutzutage keinen lokalen Multiplayer anbieten, ist das doch mal eine Benennung wert. Davon abgesehen unterhält das Spiel mit unterschiedlichen Modi. Neben der Kampagne, in der immer mehr Fahrzeuge, Strecken und Herausforderungen freigeschaltet werden, gibt es noch die üblichen Verdächtigen, in denen schnelle Zeiten oder das Abschießen der Konkurrenz zählen.

WipEout Omega Collection, Rennfahrzeug auf Straße

Was anfangs noch nach entspannten Spazierfahrten wirkt, wird später ziemlich nervenaufreibend. © Sony 2017

Der Spielmodus Zone sticht dabei als etwas ganz Besonderes hervor: Hier könnt ihr kein Gas geben. Das ist nämlich sowieso automatisch durchgedrückt. Stattdessen müsst ihr durch geschicktes Lenken und über eure seitlichen Bremsdüsen in der Spur bleiben und zu heißen Tracks und bunten Farben bei immer schnelleren Geschwindigkeiten mithalten. Wer hier ein bisschen Übung bekommt, ist schnell selbst „in der Zone“.

Die Schiffe

Die Gleiter werden von einigen fiktiven Firmen gestellt, die ihren Schwerpunkt auf die verschiedenen Wertigkeiten der Fahrzeuge legen. Sie unterscheiden sich also hinsichtlich Wendigkeit, Beschleunigung, und so weiter. Durch Rammen und Abschüsse verliert ihr übrigens nicht nur Geschwindigkeit – auch die Lebensfähigkeit des Gefährts nimmt ab, und so müssen einige der aufgesammelten Goodies auch verbraten werden, um die Hülle wieder stabil zu kriegen.

WipEout Omega Collection, Rennfahrzeug bei Nacht

Die futuristisch-bunten Strecken sind zwar nicht übersichtlich, nach längerem Spielen kann man aber schon mal müde Augen bekommen. © Sony 2017

Ansonsten gibt es noch einige Manöver: Bei Sprüngen etwa könnt ihr Hüllenintegrität durch eine Rolle in Geschwindigkeit umtauschen. Durch die schon benannten Bremsdüsen könnt ihr, wenn es nicht gerade darum geht durch eine Kurve zu rutschen, auch seitliche Ausweichmanöver durchführen.

WipEout 2017

Die Omega Collection ist so ziemlich das, was der Name verspricht: Eine Sammlung bisheriger Spiele. Wer die Serie schon länger verfolgt hat, der könnte ein paar Ermüdungserscheinungen bekommen: Schließlich liegen einige der Strecken nun schon zum vierten Mal vor. Ob sich das nochmalige Spielen lohnt, hängt wohl davon ab, wie viel einem die verbesserte Grafik wert ist. Neueinsteiger hingegen können hier viel entdecken.

WipEout Omega Collection, gelbes Rennfahrzeug

Während die ersten Strecken noch zahm und brav sind, fährt man später auch mal kopfüber, an Wänden oder hart bergab. © Sony 2017

Dabei ist auch zu erwähnen, dass zwar Auflösung und Hintergründe schöner geworden sind, die Modelle aber zum Teil doch ihr fortgeschrittenes Alter zeigen. Schließlich sind Texturen nicht alles, wenn das Grundgerüst selbst schon etwas in die Jahre kommt. Aufgrund des ohnehin sehr kantigen Stils macht sich dies aber nur an wenigen Stellen bemerkbar.

Fazit

Dieses F-Zero der Gegenwart liefert Fans von Rennspielen und Geschwindigkeit einiges an Inhalten. Während die Kampagnen noch sehr einfach beginnen, wird der Titel später fordernd. Früher oder später kommt man um Streckenkenntnisse nicht herum.

Die aufpolierte Grafik ist dabei hübsch und passend, lässt jedoch an einigen Stellen doch schon ihr Alter bemerken. Akustisch hingegen ist der Titel top. Auch Bands wie The Prodigy und Chemical Brothers haben Tracks beigesteuert, die perfekt zu diesem Future Racer passen.

Das einzige Manko der WipEout Omega Collection, das bleibt, ist wohl, dass Fans hier nichts Neues entdecken können. Von einer Sammlung wäre aber auch nichts anderes zu erwarten gewesen. Die Hoffnung, dass dieser Release nur den Auftakt zu einem neuen Spiel darstellt, bleibt.

D. Sen hasst Videospiele und moderne Medien überhaupt. Er schreibt Videospiel-Reviews, weil kein Verlag seine richtigen Bücher veröffentlicht.